Direktverdampfer

Bei der Direktverdampfung zirkuliert das Arbeitsmittel der Wärmepumpe selbst als Wärmeträger-Medium im Erdkollektor, Zwischen-Wärmetauscher und Sole-Umwälzpumpe entfallen. Der Kältekreis ist allerdings viel aufwendiger, und diese Split-Variante ist mit so vielen Unsicherheiten behaftet, dass es sich (europaweit gesehen) niemals durchgesetzt hat. Mit sehr kleinen Kupferrohren  versucht man, die riesige Menge an erforderlichem Arbeitsmittel in erträglichem Rahmen zu halten. Circa 30 kg Kältemittel machen den Direktverdampfer äußerst träge - alleine die Anlauf-Phase beträgt mindestens 10 Minuten, bevor die Wärmepumpe in einen optimalen Betriebszustand kommt.  Aufgrund dieser kleinen Rohre sind allerdings äußerst tiefe Temperaturen nötig, um die gewünschte Leistung zu erreichen - die Folge ist allseits bekannt: Eispanzer im Erdreich, Auffrierungen, Auftau-Schwierigkeiten im Frühling, geschädigte Garten-Vegetation.

Selbst der "Erfinder des Direktverdampfers" hat sich von diesem System wieder abgewandt, da Theorie & Praxis sich nicht vereinbaren lassen. Bemerkenswert ist auch, dass er sein eigenes Argument bezüglich eines höheren Wirkungsgrades als "... längst widerlegt" zurücknimmt, ein unglücklicher Denkfehler hat hier für Verwirrung gesorgt.


Über die zahlreichen Nachteile der Split-Variante und die vielen Probleme während der letzten 15 Jahre lesen Sie in diesem Artikel im *.pdf-Format (April 2001)

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